Heidelberg Graduate School HGS MathComp

HGS MathComp Praxis-Forum: Open Data

15. April 2016 - 9-17 Uhr

Mathematikon

Im Neuenheimer Feld 205

Raum 5/104

69120 Heidelberg


*** Die Online-Registrierung ist geschlossen ***

Konzept des Praxis-Forums

Als Folgeveranstaltung des 10. Modellierungstags Rhein-Neckar zum Thema “Open Data” eröffnet auch dieser Workshop Praktikern und Wissenschaftlern die Gelegenheit, Innovationen zur Diskussion zu stellen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der verwendeten fachlichen Ansätze herauszuarbeiten und den gegenseitigen Erfahrungsaustausch zu pflegen.

Die Veranstaltung wird von HGS MathComp, der InnovationLab GmbH und der BASF SE Ludwigshafen organisiert sowie von KoMSO, der IHK Rhein-Neckar und der Industrie unterstützt.

Die Veranstaltung ist öffentlich. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten.

Thema: "Open Data"

Die Verfügbarkeit und der Umgang mit offenen Daten werden zunehmend bedeutsam in unterschiedlichsten Bereichen, beispielsweise in Politikanalyse, Energieforschung und Geoinformationsnetzwerken.

Die Art und Weise, wie sich Datenpools heute vernetzen lassen, erschien bis vor wenigen Jahren noch undenkbar. Intelligente Systemlösungen und der Wunsch nach einem gleichsam umfassenden Zugriff auf Daten zum Zweck der Analyse und Nutzung erlangter Erkenntnisse tritt dabei zunehmend in Konflikt mit Persönlichkeitsrechten und ethischen Grundsätzen.

Dabei wird auch die Frage aufgeworfen, wem die Daten gehören, wer Zugriff auf diese hat, wie transparent sie sind - und wie alles mit Gemeinwohlinteressen in Einklang zu bringen ist. Diese Veranstaltung greift damit ein relevantes und zugleich kontroverses und aktuelles Thema auf.

Was Sie erwartet:

Das Praxis-Forum “Open Data” bietet Ihnen Vorträge, in welchen jeweils unterschiedliche Themenschwerpunkte vorgetragen und diskutiert werden. Zur Vertiefung von Teilaspekten bieten wir Ihnen in Zusammenarbeit mit Partnern eine Open Tables Session und laden Sie ein, den Blick über den Tellerrand zu wagen und praktische Einblicke in den Zugang und die Verwendung offener Daten zu erhalten. In Diskussionen und Kaffeepausen besteht die Möglichkeit zum Netzwerken und Vertiefen der Gespräche.

Programm

8:30

 

Registrierung

9:00

Grußwort der Stadt Heidelberg

Nicole Huber

(Leiterin des Referats des Oberbürgermeisters)

 

9:15

Open Event Data

Prof. Dr. Michael Gertz

(Institut für Informatik, Universität Heidelberg)

 

10:00

SciGRID: An open European Transmission Network Based on OpenStreetMap Data

Dr. Wided Medjroubi

(NEXT ENERGY EWE - Forschungszentrum für Energietechnologie e.V. Oldenburg)

10:45

 

Kaffeepause

11:15

Transnationalisierung und Demokratisierung politischer Öffentlichkeiten am Beispiel Twitter

Dr. Wolf Schünemann, Stefan Steiger

(Institut für Politische Wissenschaft, Universität Heidelberg)

Sebastian Stier

(GESIS - Leibniz Institut für Sozialwissenschaften Köln)

12:00

 

The Rocky Road of Open Gov Data in Germany – Its State, Challenges and its Context within the European Union

Oliver Rack

(Open Data Rhein-Neckar / Stadt Heidelberg)

12:45

 

Mittagspause

14:00

Open Tables Session & Kaffee

  • Der Einsatz von OpenStreetMap im Katastrophenmanagement
    (GIScience Research Group Universität Heidelberg)
  • Geoinformation: Das GeoNet.MRN-Portal für offene Geodaten in der Metropolregion Rhein-Neckar
    (GeoNet.MRN e.V.)
  • Netzpolitische Forschung in Heidelberg – die Netzpolitik AG
    (Netzpolitik AG Heidelberg)
  • Open Science: Freier Zugang zu Forschungsdaten und Publikationen
    (Universitätsbibliothek & Universitätsrechenzentrum Heidelberg)
  • Was auf den Tisch kommt, wird gegessen – jedenfalls beim SAS Thementisch Open Data / Open Software
    (SAS Institute GmbH Heidelberg)

15:30

Ethik der Open Data

Dr. Thilo Hagendorff

(Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften, Universität Tübingen)

16:15

Publizität von Daten als juristisches Problem? Rahmen und Strukturen des Rechts von Open Data

Prof. Dr. Ekkehart Reimer

(Juristische Fakultät, Universität Heidelberg)

17:00

Abschlussdiskussion

Vorträge

Prof. Dr. Michael Gertz (Institut für Informatik, Universität Heidelberg)

Open Event Data

Komplexe Entwicklungen in der Politik, der Finanzwelt und der Wirtschaft sind durch eine Vielzahl aufeinander wirkender Ereignisse geprägt,  die für den normalen Menschen schier unüberschaubar scheinen.  Kennzeichnend für derartige Entwicklungen sind Events, d.h. Ereignisse, die zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort oder einer Region stattfinden, wobei oft noch Akteure in Form von Personen oder Organisationen in den Events involviert sind. Die Beschreibung von Events und deren Zusammenhänge erfolgen dabei typischerweise in textueller Form, wie z.B. in Zeitungsartikeln, Berichten, Blog-Einträgen oder sozialen Medien.

In diesem Vortrag stellen wir Konzepte und Modelle vor, wie sich Informationen zu Events aus Texten extrahieren lassen und als Open Event Data für verschiedenste Anwendungen zur Verfügung gestellt werden können. Wir zeigen, welche Möglichkeiten der Analyse und Exploration von Open Event Data existieren, angefangen mit einfachen Chronologien zu Abfolgen von Events bis hin zu komplexen Event-Netzwerken, in der verschiedene Beziehungen und Korrelationen von Events dem Benutzer in aggregierter Form dargestellt werden.


Dr. Wided Medjroubi (NEXT ENERGY EWE-Forschungszentrum für Energietechnologie e.V.)

SciGRID: An open European Transmission Network Based on OpenStreetMap Data

Wided Medjroubi, Carsten Matke, David Kleinhans

Data is a very important factor in energy systems modelling which is relevant for political and economic decisions concerning renewable energies integration. The case of transmission network data is particularly relevant as there are hardly any sufficiently complete and reliable datasets available. This applies also to the European transmission network. In fact, the lack of network data negatively impacts research activities especially in the sectors of renewable energy sources development and grid stability and expansion.

In this context, the focus of the SciGRID1 project (started at the end of 2014) is to develop a free access, open source and open data and well documented European transmission network model. The SciGRID model uses the power data available in the OpenStreetMap (OSM)2 database, which is available under the Open Database License (ODbL)3 . This license makes it possible to use the OSM data for our purposes and to share the derived SciGRID data under the same license. SciGRID is the first open dataset of the European transmission network.

SciGRID uses in particular power data in OSM represented by the so-called “power relations”. OSM relations are data elements representing a logical or a geographical relationship between its constituting members. In SciGRID the OSM data is filtered for “power relations” and abstracted to result in a topological network model for the very high and high voltage levels (?220 kV). Relevant information about the nodes and lines of the network, when available, are included in the SciGRID dataset (e.g. names of substations, electrical properties). The abstracted network is represented by two geo- referenced tables of the transmission network nodes (called vertices) and edges (called links). As of version v0.2 the SciGRID model covers the German transmission network and consists of 495 vertices and 825 links. It is planned to extend the SciGRID model to cover all European countries.

In the first part of this contribution, open data importance and relevance to energy system modelling will be presented and discussed. The second part will be dedicated to the successful example of the SciGRID model. Details about the derivation of SciGRID and the characterization of the German transmission network will be discussed.

1 www.scigrid.de. SciGRID is financed through the Ministry of Education and Research under the financing initiative “Zukunftsfähige Stromnetze” forschung-stromnetze.info
2 www.openstreetmap.org
3 www.opendatacommons.org


Dr. Wolf Schünemann, Stefan Steiger (Institut für Politische Wissenschaft, Universität Heidelberg)

Sebastian Stier (GESIS - Leibniz Institut für Sozialwissenschaften Köln)

Transnationalisierung und Demokratisierung politischer Öffentlichkeiten am Beispiel Twitter

In das Internet werden regelmäßig Hoffnungen hinsichtlich einer Transnationalisierung und Demokratisierung politischer Öffentlichkeiten gesetzt. Der Vortrag erläutert diese politiktheoretischen Annahmen und überprüft die hieraus resultierenden Erwartungen anhand der Twitter-Kommunikation zu den Politikfeldern Netzpolitik (Netzneutralität) und Umweltpolitik (Klimawandel). Durch die Geolokation der Tweets wird zwar eine Transnationalisierung der Twitter-Kommunikation deutlich, deren Ausprägung ist allerdings an politikfeldspezifische Charakteristika gebunden. Eine weitreichende Egalisierung politischer Beteiligung ist nicht festzustellen, da die klassischen medialen und politischen Gatekeeper in den themengebundenen Twitter-Netzwerken weiterhin eine zentrale Rolle einnehmen.


Oliver Rack (Open Data Rhein-Neckar / Stadt Heidelberg)

The Rocky Road of Open Gov Data in Germany – Its State, Challenges and its Context within the European Union

Offene Daten werden maschinenlesbar und unter offener Lizenz auch zur kommerziellen Weiterverwendung für alle bereit gestellt und bilden einen wichtigen wie verschleißfrei reproduzierbaren Rohstoff. Jene des öffentlichen Sektors spielen dabei eine besondere Rolle, da sie aus Steuern finanziert sind und als Gemeingut zur digitalen Daseinsvorsorge dienen. Die Europäische Union und ihre Mitgliedsstaaten erwarten davon positive Effekte für politische Teilhabe, Verwaltungsvereinfachung und besonders für Innovation und die Stärkung des europäischen digitalen Binnenmarktes. Bei genauerer Betrachtung zeigen sich auch Potenziale für transnationale Modelle von Quadruple Helix Innovation und für Zugangsgerechtigkeit zu Informationsressourcen des öffentlichen Sektors im europäischen Raum und darüber hinaus, sowie für den europäischen Kohäsionsprozess.

Als Thementreiber hat die Europäische Union mit der PSI Re-Use Richtlinie den rechtlichen Rahmen geschaffen, der in nationale Gesetze umgesetzt wurde. Dies bringt Herausforderungen an die öffentliche Hand mit sich: hinsichtlich der Prozesssteuerung, der Domänen übergreifenden Implementierung, der internen und externen Kommunikation und Bewusstseinsbildung sowie der Vernetzung von Datenhaltern und Bedarfsträgern zur erfolgreichen Inwertsetzung dieser Daten und Informationen.

Im Detail des Operativen zeigt sich jedoch in unterschiedlich intensiver Ausprägung bei den Mitgliedsstaaten noch Bedarf an Kompetenz- und Bewusstseinsbildung, Kapazitäten, Kulturwandel, Prozessmanagement, Strukturen und die Entwicklung von Standards für Daten zur allgemeinen Vergleichbarkeit – hauptsächlich im öffentlichen Sektor, aber auch unter den Bedarfsträgern der Zivilgesellschaft. Insbesondere Deutschland hat Schwierigkeiten im öffentlichen Sektor mit diesem Veränderungsprozess, obwohl gerade Deutschland sicher zu jenen Mitgliedsstaaten zählt, die die besten Voraussetzungen bezüglich Datenreichtum, Datenqualität und Datenstruktur mit sich bringen und eigentlich die Pflicht hätte, als Vorbild bei der Entwicklung von Open Data voran zu schreiten.



Dr. Thilo Hagendorff (Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften, Universität Tübingen)

Ethik der Open Data

Der digitale Wandel sowie die immer stärkere Verbreitung von untereinander vernetzten Informations- und Kommunikationstechnologien erleichtert nicht nur die Erhebung, sondern auch die Verbreitung großer Informationsmengen und führt somit zu einer neuen Diskursführung in vielen Bereichen der Gesellschaft. Es kommt zu einer Neuaushandlung darüber, welche Informationen frei und öffentlich zugänglich sein sollten - wobei sowohl Informationen von öffentlichen als auch von privaten Institutionen gemeint sind. Diese Aushandlung ist von entscheidender Bedeutung, da frei zugängliche Informationen gerade aus der Politik, der Verwaltung, der Wirtschaft oder der Wissenschaft maßgeblich die öffentliche Meinungsbildung beeinflussen können. Anhand der Tatsache, dass an verschiedensten Stellen mit „Transparenzoffensiven“ geworben wird, wird ersichtlich, dass die öffentliche Verfügbarkeit von Daten gesellschaftlich erwünscht ist. Offenheit und die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungsgrundlagen steigern Vertrauensniveaus. Ausgeprägte Vertrauensverhältnisse wiederum schaffen Akzeptanz und Legitimation für Entscheidungen. Diese Argumentationslinie grob verfolgend beschäftigt sich der Vortrag mit den ethischen Implikation der Open Data und beleuchtet mögliche positiven und negativen Seiten des Konzepts.



Prof. Dr. Ekkehart Reimer (Juristische Fakultät, Universität Heidelberg)

Publizität von Daten als juristisches Problem? Rahmen und Strukturen des Rechts von Open Data

Seit den 1970er Jahren ist der Datenschutz in Deutschland gesetzlich geregelt; seit den Kontroversen um die Volkszählung von 1983/1987 entnimmt das Bundesverfassungsgericht dem Grundgesetz sogar ein Grundrecht auf Datenschutz. Diese "informationelle Selbstbestimmung" ist nicht nur ein Gegenlager zu geheimen Datensammlungen und -verknüpfungen. Es steht im Grundsatz auch jeder Veröffentlichung personenbezogener Daten entgegen. Die Parlamente können das Grundrecht aber einschränken. Positiv gewendet: Sie können die Erhebung, Sammlung, Verknüpfung und Veröffentlichung personenbezogener Daten aktiv erlauben. Das ist auch vielfach geschehen. Dabei kommt der Europäisierung des Rechts große Bedeutung zu. Der Vortrag verdeutlicht die verfassungsrechtlichen Grundlagen des Datenschutzes und skizziert die aktuelle Rechtslage von "open data".



Open Tables Session

Der Einsatz von OpenStreetMap im Katastrophenmanagement

GIScience Research Group Universität Heidelberg

An unserem Thementisch wird den Teilnehmern in Theorie und Praxis das Potenzial freier Geodaten für die Katastrophenhilfe vorgestellt. Nach einer kurzen Einführung in die Thematik wird anhand von Anwendungsbeispielen veranschaulicht, welche Bedeutung freie Geodaten, und hierbei vor allem die OpenStreetMap Daten, in den letzten Jahren für die Katastrophenbewältigung sowie für die Alarm- und Einsatzplanung gewonnen haben. Daraufhin bekommen die Teilnehmer in einer "Hands-on Session" die Chance, aktuelle Anwendungen zu testen und eigene Erfahrungen mit den eingesetzten Methoden zu machen. Die Teilnehmer lernen hierbei, wie jeder selbst aktuelle Projekte unterstützen kann und wie die genutzten Methoden darüber hinaus auch für eigene Anwendungsfälle adaptiert werden könnten.

 

Geoinformation: Das GeoNet.MRN-Portal für offene Geodaten in der Metropolregion Rhein-Neckar

GeoNet.MRN e.V.

Am Thementisch Geoinformation wird eine kurze Einführung in das Geoportal des GeoNet.MRN gegeben. Wir zeigen Ihnen am praktischen Beispiel, wie Sie Datenbestände verfügbar machen können und welche Nutzungsmöglichkeiten sich daraus ergeben.
Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass die wirtschaftlichen Potenziale von Open Government Data (OGD) sehr hoch sind. Die Europäische Union erwartet einen Wachstumsschub von jährlich 40 Milliarden Euro für die EU-Wirtschaft (siehe   Pressemitteilung). Der Deutscher Dachverband für Geoinformation e.V. gab dazu Empfehlungen ab, die Gesetzesänderungen, Entgeldfreiheit, einheitliche Nutzungsbedingungen und weitere Empfehlungen zur Verbesserung der Zugänglichkeit von Behördendaten beinhalten. Gleichzeitig verpflichtet die INSPIRE-Direktive der EU unsere Behörden, bis 2019 ein großes Spektrum raumbezogener Daten in Geodateninfrastrukturen bereit zu stellen. Das Netzwerk Geoinformation der Metropolregion Rhein-Neckar GeoNet.MRN e.V. unterstützt diese Initiativen und betreibt selbst ein Open GeoData-Portal, um dem Vereinsziel, der besseren Zugänglichkeit von Geoinformation, gerecht zu werden.

 

Netzpolitische Forschung in Heidelberg – die Netzpolitik AG

Netzpolitik AG Heidelberg

Die Arbeitsgruppe Netzpolitik ist ein interdisziplinäres Netzwerk von Nachwuchswissenschaftlern an der Universität Heidelberg und beschäftigt sich mit der politischen Gestaltung, der Verrechtlichung und Nutzung des Internets. Im Zentrum steht die systematische Analyse der Internet Governance, d.h. der (zwischen-)staatlichen und transnationalen Regulierung des Netzes unter Beteiligung verschiedener Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft, sowie verschiedener netzpolitischer Prozesse. Konkret forschen die Mitglieder der Arbeitsgruppe:

  • zur Regulierung des Internets im Spannungsfeld von transnationaler Offenheit und strukturellen Schließungstendenzen,
  • zur Netzpolitik und politischen Online-Kommunikation in Demokratien und Autokratien,
  • zu Cybersicherheitspolitiken verschiedener Nationalstaaten (Deutschland, Großbritannien, USA) und internationaler Organisationen (EU, NATO) aus rollentheoretischer Perspektive,
  • sowie zum Verhältnis von Internettechnologie und Grundrechten aus völkerrechtlicher Perspektive.

Es ist das übergeordnete Ziel der Arbeitsgruppe, die interdisziplinäre Forschung in den Bereichen Netzpolitik und Internet Governance in Heidelberg zu etablieren und stetig auszubauen. Derzeit hat die Arbeitsgruppe eine enge Anbindung an das Institut für Politische Wissenschaft, von wo aus die Initiative zu ihrer Gründung ausgegangen ist. Hinzu kommen personelle Verbindungen zum Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht. Die Arbeitsgruppe ist darüber hinaus offen für die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Vertretern anderer Fakultäten und Institute.


Open Science: Freier Zugang zu Forschungsdaten und Publikationen

Universitätsbibliothek & Universitätsrechenzentrum Heidelberg

Open Access, der freie Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen, aber auch Themen wie Data Sharing und Open Data werden in der wissenschaftlichen Fachkommunikation immer wichtiger.

An der Universität Heidelberg gibt es zahlreiche Serviceangebote für Wissenschaftler, die ihre Forschungsergebnisse frei verfügbar machen wollen. So betreibt das Kompetenzzentrum Forschungsdaten, eine gemeinsame Serviceeinrichtung des URZ und der UB, mit heiDATA und heidICOn zwei Publikationssysteme für digitale Forschungsdaten. Darüber hinaus bietet das Kompetenzzentrum zahlreiche weitere Dienste rund um das Forschungsdatenmanagement an. Das Spektrum reicht hier von der Beratung im Kontext von Projektanträgen bis zur Vermittlung von HPC-Ressourcen für das Hochleistungsrechnen.

Auch für Open-Access-Textveröffentlichungen stehen an der UB zahlreiche Services zur Verfügung, vom Dokumentserver heiDOK über die Plattformen heiJOURNALS und heiBOOKS zur Herausgabe von Open-Access-Zeitschriften sowie zur Veröffentlichung von E-Book bis zum gerade gegründeten Verlag Heidelberg University Publishing (heiUP), der hervorragende wissenschaftliche Publikationen der Universität, aber auch exzellenter auswärtiger Forscher im Open Access veröffentlicht. Zudem wird für den Campus ein DFG-geförderter Publikationsfonds zur Erstattung von Gebühren in Open-Access-Zeitschriften angeboten.

Der Thementisch stellt diese verschiedenen Angebote vor und bietet darüber hinaus Möglichkeiten, allgemein über den Themenkomplex Open Science ins Gespräch zu kommen.

 

Was auf den Tisch kommt, wird gegessen – jedenfalls beim SAS Thementisch Open Data / Open Software

SAS Institute GmbH, Heidelberg

Mit den kostenfreien Cloud Services von SAS „SAS OnDemand for Academics“ greifen wir auf einige interessante und teilweise skurrile Open Data Sites zu und machen erste einfache Analysen:

  • Center of Disease Control in Atlanta: Krankheitsstatistiken und deren  Risiko Faktoren
  • National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA): Beschwerden über Probleme mit Automobilen
  • National UFO Reporting Center: Sammlung und Dokumentation aller UFO Sichtungen und ihre Beschreibungen
  • White House Visitor Records Requests: Auswertung des Besucher Logbuches  des Weißen Hauses

 

Organisation

Allgemeine Organisation:

Prof. Dr. D.W. Heermann (IWR, HGS MathComp), Dr. A. Milde (IWR), Dr. M. Winckler (IWR, HGS MathComp)

Themenbetreuung Open Data:

Prof. Dr. M. Gertz (IWR), Dr. M. Winckler (IWR, HGS MathComp)

Industriekontakte:

Dr. A. Schreieck (BASF SE), Dr. G. Gumbel (IHK Rhein-Neckar)

Hinweis

Wir weisen darauf hin, dass auf unseren Veranstaltungen fotografiert wird und diese Fotos auf unserer Webseite veröffentlicht werden.