Heidelberg Graduate School HGS MathComp

4. Modellierungstag: 24. Juni 2010

 

Pharmazie - Medizin - Gesundheit
Ort: Print Media Academy, Kurfürstenanlage 52-60, 69115 Heidelberg

 

Die Veranstaltung wird von HGS MathComp, der InnovationLab GmbH und der BASF SE Ludwigshafen organisiert und von der IHK Rhein-Neckar, der Metropolregion Rhein-Neckar und der Industrie unterstützt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Programm

14:00

Begrüßung

Michael Winckler, HGS MathComp, Uni Heidelberg

Dieter Heermann, Institut für Theoretische Physik, Uni Heidelberg

14:15

Neurale Interaktionsmuster kognitiver Prozesse - Neuroimaging und Machine Learning

Georg Langs, MIT Boston

15:00

Zellmigration entlang Gradienten - Perspektiven für neue Therapien

Maria Neuss-Radu, HGS MathComp, IWR, Universität Heidelberg

15:45

Kaffeepause

16:15

Modellierung der Raman-Spektroskopie von Glucose in Körperflüssigkeiten

Daniel Rohleder, Firma DIOPTIC, Weinheim

17:00

Die Monte-Carlo-Methode in biomedizinischen Anwendungen

Dieter Heermann, Institut für Theoretische Physik, Universität Heidelberg

im Anschluss

Imbiss


Pharmazie - Medizin - Gesundheit

Die pharmazeutische und medizinische Forschung bedient sich zunehmend mathematischer und computergestützter Modelle aus der Physik, Chemie und Biologie, um ihre Produkte und Methoden zu verfeinern und deren Qualität zu steigern. Neben der Erforschung der Wirkungsspektren neuer Substanzen ist der Bau von Diagnose- und Therapiegeräte ein Wirtschaftszweig, dessen Bedeutung mit dem Ansteigen des Gesundheitssektors im Budget moderner Volkswirtschaften an Bedeutung gewinnt.

Der vierte Heidelberger Modellierungstag greift diesen Themenkomplex auf und stellt aktuelle Trends aus der Simulation, Virtualisierung und Datenerfassung vor. So dient er als Forum für die Konzeption neuer Ideen und den direkten Kontakt zwischen Forschern, Entwicklern und Anwendern dieser neuen Verfahren.

Vorträge

Georg Langs (CSAIL, MIT, Cambridge, USA): Neurale Interaktionsmuster kognitiver Prozesse - Neuroimaging und Machine Learning

Der Vortrag wird aktuelle Entwicklungen in den Neurowissenschaften und ihre teilweise Verschmelzung mit der Forschung an maschinellem Lernen beleuchten. Diese Entwicklung wird mit zwei Ansätzen illustriert, die die Beziehung funktioneller Interaktionsmuster im Gehirn zu spezifischen kognitiven Prozessen beobachten:

  • Wir untersuchen die Verwendung von Klassifikatoren und der mit ihnen verbundenen Merkmalsscores als Indikator für multivariate Aktivierungsmuster im Gehirn. Durch diese Methoden werden Regionen, die in einem multivariaten Zusammenhang mit Experimentkonditionen wie zum Beispiel verschiedenen Objekten während eines Experiments zur visuellen Wahrnehmung stehen, markiert.
  • Wir beschäftigen uns mit der explorativen Analyse dieser multivariaten Interaktionsmuster. Die Interaktionen werden zur Erstellung einer Karte (Diffusionmap) genutzt, welche ihre Gesamtstruktur im Gehirn darstellt. Sie erlaubt eine quantitative Analysie der Konnektivitaetsstruktur und die Messung von Unterschieden zwischen Studienpopulationen. Anwendungsbeispiele aus der preoperativen Lokalisierung von Sprachzentren bei Tumorpatienten und Studien zu den Gründen und Auswirkungen von Drogenabhängigkeit illustrieren die dadurch entstehenden Möglichkeiten.

Konzept des Modellierungstags

Der Modellierungstag Rhein-Neckar eröffnet Praktikern und Wissenschaftlern die Gelegenheit, Innovationen zur Diskussion zu stellen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der verwendeten Modellierungsansätze herauszuarbeiten und den gegenseitigen Erfahrungsaustausch zu pflegen.

Der Modellierungstag Rhein-Neckar kann durch Sie aktiv mitgestaltet werden: Durch aktuelle Beiträge aus Ihrer Arbeit. Forschungs- und Praxisbeiträge sind gleichermaßen willkommen.

Organisation

Wenn Sie mit einem Vortrag aus Ihrer Arbeit berichten wollen oder wenn Sie sonstige Themenvorschläge haben, dann wenden Sie sich bitte an einen Vertreter des Programmkomitees.

Programmkomitee:

Prof. Dr. D.W. Heermann (IWR), Prof. Dr. H.G. Bock (IWR), Dr. M. Winckler (IWR),

Dr. A. Schreieck (BASF SE), B. Schweizer (SAP AG), Dr. G. Gumbel (IHK Rhein-Neckar)