Datenvisualisierung: Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

12. Modellierungstag Rhein-Neckar

8. Dezember 2016 - 14:00 Uhr

Mathematikon
Im Neuenheimer Feld 205
Konferenzraum 5. Etage
69120 Heidelberg

***Registrierung ist noch geschlossen***

Konzept des Modellierungstags

Der Modellierungstag Rhein-Neckar eröffnet Praktikern und Wissenschaftlern die Gelegenheit, Innovationen zur Diskussion zu stellen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der verwendeten Modellierungsansätze herauszuarbeiten und den gegenseitigen Erfahrungsaustausch zu pflegen.

Der Modellierungstag Rhein-Neckar kann durch Sie aktiv mitgestaltet werden: Durch aktuelle Beiträge aus Ihrer Arbeit. Forschungs- und Praxisbeiträge sind gleichermaßen willkommen.

Die Veranstaltung wird von HGS MathComp, der InnovationLab GmbH und der BASF SE Ludwigshafen organisiert sowie von KoMSO, der IHK Rhein-Neckar, dem   BMBF und der Industrie unterstützt.

Die Veranstaltung ist öffentlich. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung bis zum 4. Dezember 2016 wird gebeten.

Thema: Datenvisualisierung

Die Bedeutung von Information als Rohstoff und Ware steigt stetig – und prägt weite Bereiche unseres sozialen und ökonomischen Lebens. Die daraus resultierende Informationsexplosion stellt uns vor vielfältige Probleme. Die Erhebung, die Speicherung und der Austausch dieser Daten können vergleichsweise einfach bewerkstelligt werden. Das weitaus schwierigere mittel- und langfristige Ziel dieses Prozesses muss in der Nutzbarmachung dieser Daten liegen, das heißt in der analytischen Interpretation und Wissensbildung.

Das menschliche visuelle System ist der Datenkanal mit der größten Bandbreite in unser Gehirn und bietet dabei eine Vielzahl von Reduktions- und Abstraktionsmechanismen. Die Isolierung von wichtigen Details in einer Flut von Information gehört zu seinen wichtigsten Aufgaben. Die computergestützte Visualisierung macht sich diesen massiv parallelen Datenkanal zu Nutze, indem sie graphikorientierte Techniken entwickelt, die eine effektive Analyse großer Datenmengen erlauben. So kann sie helfen, die Spreu vom Weizen zu trennen, indem sie gesuchte Strukturen und Mechanismen definiert, extrahiert und im wissensbildenden Prozess präsentiert.

Der Modellierungstag will den Gedankenaustausch zwischen Forschern, Entwicklern, Theoretikern und Anwendern der mathematischen Optimierung in der Industrie fördern. Als Diskussionsgrundlage dienen dabei u.a.:

  • Praktische Fragestellungen aus der Industrie
  • Erfahrungsberichte über Anwendungen mit Software und Algorithmen aus dem Gebiet mathematische Optimierung
  • Vorstellung von Softwarewerkzeugen, die den Einsatz mathematischer Programmierung in der Praxis effektiver gestalten

Programm

14:00

Michael Winckler (IWR, Universität Heidelberg)

Begrüßung & Einführung

14:15

Filip Sadlo (IWR, Universität Heidelberg)

Visualisierung im Wissenschaftlichen Rechnen

14:45

Andreas Wierse (SICOS BW GmbH, Stuttgart)

Smart Data: finden ohne zu suchen?

15:15

Sven Gondrom-Linke (Volume Graphics GmbH, Heidelberg)

Industrielle Röntgen-Computertomographie – Datenaufnahme, Rekonstruktion, Visualisierung und Analyse von 3D-Daten

15:45

Kaffeepause

16:15

Susanne Krömker (IWR, Universität Heidelberg)

tba.

16:45

Christine Komander (SAS Institute GmbH, Heidelberg)

Der Einsatz von Informationsvisualisierung heute – über Exploration und Moderation zur Informationsverteilung

17:15

Abschlussdiskussion

17:45

Networking & Imbiss

Vorträge

Filip Sadlo (IWR, Universität Heidelberg)

Visualisierung im Wissenschaftlichen Rechnen

tba.

 

Andreas Wierse (SICOS BW GmbH, Stuttgart)

Smart Data: finden ohne zu suchen?

Smart und Big Data gehören derzeit zu den Buzz-Words, die es fast schon bis an den Stammtisch geschafft haben. Dementsprechend diffus ist bei vielen das Verständnis dafür, was genau sich dahinter verbirgt. Im Smart Data Solution Center Baden-Württemberg werden wir oft mit der Bitte konfrontiert: „Wir haben eine ganze Menge an Daten, da müsste sich eigentlich Interessantes finden lassen; können Sie nicht mal schauen, was sie da so finden?“. Verbunden ist das oft mit der Hoffnung, in diesen Daten kommerziell verwertbare Informationen zu finden. Im Vortrag möchten wir das typische Vorgehen bei diesen Projekten (die sich ausschließlich an mittelständische Unternehmen richten) vorstellen, anhand von Beispielen die Fragestellungen skizzieren, die dort auftreten und einen kurzen Überblick über die Methoden geben, die bei der Suche nach wertvollen Informationen in den Daten genutzt werden.

 

Sven Gondrom-Linke (Volume Graphics GmbH, Heidelberg)

Industrielle Röntgen-Computertomographie – Datenaufnahme, Rekonstruktion, Visualisierung und Analyse von 3D-Daten

Schon vor über 30 Jahren hat die Röntgen Computertomographie (CT) den Sprung von der Medizintechnik in die Industrie geschafft. Auch wenn die Methode zunächst nur einige wenige Labors weltweit angewendet wurde, verbreitete sie sich doch im Laufe der Zeit immer mehr. Heute ist die 3-dimensionale CT ein etabliertes Inspektions- und Messverfahren, das in der F&E, Prüflabors, der QS und in den letzten Jahren auch in der Produktion und der Serienfertigung Einzug gehalten hat. Die 3D-CT erlebt derzeit einen regelrechten Boom ersetzt mehr und mehr klassische 2D-Röntgen- aber auch andere Prüfverfahren.
Das ist Anlass genug, sich mit dem Potential, aber natürlich auch den Beschränkungen der 3D-CT auseinanderzusetzen. Dabei wird erläutert, wie überhaupt aus 2D-Röntgenbildern echte 3D-Daten des Objektes erzeugt werden, wie diese visualisiert werden und vor allem welche Analysemöglichkeiten sich auf solchen Daten ergeben.

 

Susanne Krömker (IWR, Universität Heidelberg)

tba.

tba.

 

Christine Komander (SAS Institute GmbH, Heidelberg)

Der Einsatz von Informationsvisualisierung heute – über Exploration und Moderation zur Informationsverteilung

tba.

Organisation

Wenn Sie mit einem Vortrag aus Ihrer Arbeit berichten wollen oder wenn Sie sonstige Themenvorschläge haben, dann wenden Sie sich bitte an einen Vertreter des Programmkomitees.

Allgemeine Organisation:

  Prof. Dr. D.W. Heermann (IWR, HGS MathComp),   Dr. A. Milde (IWR),   Dr. M. Winckler (IWR, HGS MathComp)

Themenbetreuung Datenvisualisierung:

  Dr. M. Winckler (IWR, HGS MathComp), Dr. Susanne Krömker (IWR), Prof. Dr. Filip Sadlo (IWR)

Industriekontakte:

Dr. A. Schreieck (BASF SE), Dr. G. Gumbel (IHK Rhein-Neckar)

Hinweis

Wir weisen darauf hin, dass auf unseren Veranstaltungen fotografiert wird und diese Fotos auf unserer Webseite veröffentlicht werden.